Weben ist ein Handwerk, das früher jeder Haushalt ausübte. Bis heute übt es eine entspannende Faszination aus.
Ein einfacher und platzsparender Weg für Einsteiger und Fortgeschrittene ist die Nutzung eines aufrecht stehenden Gewichtswebstuhls - allerdings geht dann an den Tongewichten kein Weg dran vorbei. Deshalb bietet dieser Kurs jedem die Möglichkeit, sich selbst unter fachkundiger Anleitung mit ausreichend Webgewichten zu versorgen.
Aus Ton gefertigte Webgewichte waren ein wichtiger Bestandteil des Gewichtswebstuhls. Sie wurden an den Kettfäden befestigt und sorgten dafür, dass diese straff gespannt blieben. So konnten Fäden zu Stoff verarbeitet werden. Die Gewichte wurden von Hand geformt, getrocknet und anschließend gebrannt. Ihre Formen und Größen konnten unterschiedlich sein. Häufig besitzen sie ein Loch, durch das die Kettfäden geführt oder befestigt wurden.
Archäologische Funde solcher Webgewichte zeigen, dass im Frühmittelalter in vielen Siedlungen Textilien hergestellt wurden. Gemeinsam mit Spinnwirteln, Webgeräten und selten erhaltenen Textilresten geben sie Einblick in eine Tätigkeit, die für den Alltag von großer Bedeutung war: die Herstellung von Kleidung, Decken und anderen Geweben.
Zu Beginn des Workshops werden verschiedene Webgewichte vorgestellt, so dass sich jeder Teilnehmer überlegen kann, was für ein Set er gerne herstellen würde und wie das Set gestaltet werden soll.
Erfahrungsgemäß lässt sich an einem Kurstag ein Set für einen kleinen oder mittleren Webstuhl fertigstellen. Wer einen breiten Webstuhl bestücken oder zwei unterschiedliche Sets anfertigen möchte, sollte sich vielleicht ein Paar helfende Hände zum Zufertigen mitbringen.
Die Teilnehmer sollten eigene Transportmöglichkeiten (Brettchen, Kisten, Kartons und Polstermaterial ohne Oberflächenstruktur z.B. Zeitungspapier) mitbringen, um die getöpferten Gewichte am Ende des Kurstages sicher nach Hause transportieren zu können.
So kann jeder Kursteilnehmer sein Set Webgewichte zuhause trocknen und dann zu einem Brennservice geben,
da sich durch das Brennen die Lebensdauer der Gewichte erhöht.
Es empfiehlt sich, Kleidung, die schmutzig werden kann zu tragen, auch wenn genügend Arbeitsschürzen vorhanden sind.
Am Wochenende möchte sich niemand stressen, daher veranstalten wir unseren Workshop in gewohnt gemütlicher Runde bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Das Werkeln selbst bietet reichlich Gelegenheit zu einem netten Plausch mit den Kursleitern und anderen Teilnehmern.
Da der Kurs über den ganzen Tag geht, wird er von einer einstündigen Mittagspause unterbrochen. Es ist ratsam, sich hierfür etwas zu Essen mitzubringen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich während dieser Zeit etwas Nahrhaftes in der Stadt zu besorgen.
Aufgrund beschränkter Teilnehmerzahlen bitten wir um eine Voranmeldung.
Termin: Samstag, 14. November 2026, 10 - 17 Uhr
Ort: Seminarraum im Empfangsgebäude des Wallmuseums
Kursgebühr: 25,00 € / Person, zzgl. Materialkosten: 1,50 € / kg Ton
Öffnungszeiten:
April - Juni:
Dienstag - Sonntag, 10 - 17 Uhr
alle Feiertage: 10 - 17 Uhr
Juli - August:
Montag - Sonntag, 10 - 17 Uhr
September & Oktober:
Dienstag - Sonntag, 10 - 17 Uhr
alle Feiertage: 10 - 17 Uhr
November - März:
geschlossen
Für Gruppen auf Anfrage
Oldenburger Wallmuseum
Professor-Struve-Weg 1
23758 Oldenburg in Holstein
Tel.: 04361-623142
info@oldenburger-wall.de
Direkt an der A1
Abfahrt "Oldenburg i.H. - Nord"