Workshop: Nadelbinden

Bei kaltem Wetter ist es das Schönste, wenn man auf dem warmen Sofa sitzen kann. Leider muss man hin und wieder doch einmal raus. Damit man dabei nicht friert, sind neben der warmen Jacke gerade warme Mützen, Handschuhe und Socken immer ein probates Mittel. Dabei ist Wolle nicht nur ein schönes Naturmaterial, sondern auch praktisch: Denn Wolle hält auch noch warm, wenn Sie komplett nass ist.

 

Heutzutage sind Wollmützen und -handschuhe zumeist gestrickt. Diese Technik hat allerdings einen Nachteil: Wenn das gute Kleidungsstück doch einmal ein Loch bekommt, läuft es allerdings Gefahr, sich vollständig aufzulösen. Deswegen hat sich das Nadelbinden als ältere Technik gerade bei Fischern und Bauern in Nordeuropa noch bis in das 20. Jahrhundert als Technik zum Herstellen von Arbeitshandschuhen erhalten.

 

Die ältesten Fund Der älteste Fund einer Nadelbindearbeit stammt aus dem dänischen Tybrind Vig und datiert in die Mittelsteinzeit. Mehrere Funde vor allem von Handschuhen, aber auch Socken und Mützen sind aus dem frühen und hohen Mittelalter bekannt. Doch bereits im 12./13. Jahrhundert begann das Stricken die Technik des Nadelbindens zu verdrängen. Schließlich war diese alte Handwerkstechnik um die Mitte des 16. Jahrhunderts aus den meisten Teilen Europas vollkommen verschwunden.

 

In unserem Winterworkshop lernen wir gemeinsam die Grundlagen dieser alten Textilverarbeitungstechnik und beginnen das erste eigene Projekt, das zu Hause in Ruhe vollendet werden kann. Wer mag, kann seine Arbeiten auch mit naturgefärbter Wolle der Färberin von Starigard durchführen. Die eigene Holznadel ist in der Kursgebühr enthalten und kann mit nach Hause genommen werden. 

 

 

Da sich am Wochenende niemand stressen möchte, veranstalten wir unseren Workshop in gewohnt gemütlicher Runde bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Das Werkeln selbst bietet reichlich Gelgenheit zu einem netten Plausch mit dem Kursleiter und den anderen Teilnehmern. 

 

Aufgrund beschränkter Teilnehmerzahlen bitten wir um eine Voranmeldung.

Termin: Samstag, 18.02.2023, 14 - 17 Uhr

 

Ort: Seminarraum im Empfangsgebäude des Wallmuseums

 

Kursgebühr: 10,- € / Person (inkl. Material und Verpflegung), Naturgefärbte Wolle gegen Aufpreis von 14,- € / Strang.

 

Öffnungszeiten:

 

April - Oktober:

Dienstag - Sonntag, 10 - 17 Uhr

 

November - März: 

geschlossen

Für Gruppen auf Anfrage

 

Oldenburger Wallmuseum

 

Professor-Struve-Weg 1

23758 Oldenburg in Holstein

 

Tel.: 04361-623142

info@oldenburger-wall.de

 

Direkt an der A1

Abfahrt "Oldenburg i.H. - Nord"

Gefördert durch die Stiftungen der Sparkasse Holstein
Förderung unseres Färbergartens und Hags
Gefördert durch LEADER+
Gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Druckversion | Sitemap
© Wallmuseum Oldenburg i.H. gem. Betreibergesellschaft mbH