Treffen der Glasperlenmacher

Feuer & Glas bei den Wikingern und alten Slawen

"Rund und bunt" - ist in etwa, was einem spontan zu Glasperlen einfällt. Völlig klar, dass sie außerdem noch ein Loch haben, durch das man Schnüre oder Ketten ziehen kann. Gleichzeitig sind sie heutzutage in der Regel ein billiges Massenprodukt.

 

Auch im frühen Mittelalter waren Perlen schon bunt, meistens rund und hatten natürlich ein Loch zum Auffädeln. Allerdings waren sie alles andere als billige Massenware. Buntes Glas wurde während der Slawen- und Wikingerzeit nicht in Nordeuropa hergestellt, weshalb das Rohmaterial für die Perlen teuer aus Südeuropa und dem Mittelmeerraum importiert werden musste. Teilweise wurden sogar die Glassteinchen von Mosaiken aus römischen Ruinen in West- und Südeuropa dafür eigens gesammelt und verhandelt.

Aus diesem Material wurde dann bei den Slawen und Wikingern in kleinen Werkstätten über dem offenen Feuer oder in kleinen Öfen jede Perle einzeln hergestellt. Zwar handelte es sich dabei auch schon um Serienproduktionen, aber jede Perle war trotzdem ein Unikat. 

 

Auch vor über 1.000 Jahren war Schmuck der Mode unterworfen. Es gab deshalb im Frühmittelalter eine Vielzahl von einfarbigen und gemusterten Glasperlen in verschiedensten Varianten und Formen. Die Königsklasse darunter waren die sogenannten Mosaikperlen, für die aufwändig gemusterte Glassteinchen hergestellt und schließlich zu einer Perle miteinander verschmolzen wurden.

 

 

Während des Perlenmachertreffens kommen fünf Perlenmacher und Perlenmacherinnen mit unterschiedlichen Handwerksschwerpunkten am Oldenburger Wallmuseum zu Besuch, die unseren Besuchern die verschiedenen Aspekte der Glasperlenherstellung und -moden näherbringen. Vollkommen klar, dass man dabei auch zusehen kann, wie die Perlen am Feuer entstehen. Außerdem kann natürlich auch der ein oder andere bunte Schatz mit nach Hause genommen werden.

 

In der Zeit zwischen 13 und 16 können sich Interessierte außerdem auch selbst im Wickeln einer Glasperle am offenen Feuer ausprobieren. - Kommen Sie also vorbei, wenn es am Wallmuseum heiß hergeht!

nächster Termin: Samstag & Sonntag, 16. & 17. Juli 2022, 10 - 17 Uhr

 

Eintritt: im regulären Eintrittspreis enthalten (Tagesticket)

Öffnungszeiten:

 

April - Oktober:

Dienstag - Sonntag, 10 - 17 Uhr

3. Oktober: 10 - 17 Uhr

31. Oktober: 10 - 17 Uhr

 

November - März: 

geschlossen

Für Gruppen auf Anfrage

 

Oldenburger Wallmuseum

 

Professor-Struve-Weg 1

23758 Oldenburg in Holstein

 

Tel.: 04361-623142

info@oldenburger-wall.de

 

Direkt an der A1

Abfahrt "Oldenburg i.H. - Nord"

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